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Erster Brassbandwettbewerb auf dem Deutschen Musikfest (01.06.19)

Auf dem 6. Deutschen Musikfest gibt es einige Premieren: Zum ersten Mal wird in Kooperation mit dem Deutschen Brass Band Verband der Brassband Entertainment Wettbewerb auf dem Deutschen Musikfest ausgerichtet. Acht Brass Bands aus Deutschland und benachbarten Ländern stellen sich in der OsnabrückHalle der hochkarätigen Jury mit Oliver Chadik, dem Leiter der Big Band der Bundeswehr, der gemeinsam mit Magnus Hylander, einem schwedischen Brass Band Dirigenten, die musikalische Performance der Teilnehmer genau unter die Lupe nehmen wird. Weitere Juroren sind Stefan Ametsbichler, Moderator beim BR und zugleich auch Arrangeur und Dirigent sowie der renommierte Tubasolist, Kabarettist und ehemaliges Mitglied von LaBrassBanda Andreas Martin Hofmeir, die die Showelemente der einzelnen Wettbewerbsbeiträge bewerten.

Für DMF-Botschafter Andreas Martin Hofmeir ist die Jurorentätigkeit ebenfalls eine Premiere. Eigentlich ist er lieber als Musiker oder Dozent im Einsatz als andere Musiker zu bewerten. Da sein Bewertungsschwerpunkt auf der Performance der Brass Bands liegt, hat er zugesagt. „Für mich sind das interessante Erfahrungen, da ich selbst gerade mit der Brass Band Oberschwaben-Allgäu mit einem dem Programm „Brass & Cabaret“ unterwegs bin. Da freut man sich auf neue Ideen und schaut gerne einmal über den Tellerrand, wie es andere machen“, so Hofmeir.

Die Deutsche Brassband Szene steht noch recht weit am Anfang, insgesamt sind rund 15 Brass Bands aus ganz Deutschland organisiert, berichtet die Schatzmeisterin Sonja Hanebaum vom Deutschen Brass Band Verband. „Diese Chance sollte die Brass-Band-Szene nutzen und sich von dem militärisch steifen englischen Stil emanzipieren. Neben Show- und Entertainment-Elementen könnte sich eine Brass Band auch mal an klassischer Streichorchester-Literatur versuchen.“

Das Show- und Entertainment ist bei den Beiträgen der Brass Bands im Wettbewerb aus Sicht von Hofmeir auch noch ausbaufähig. Hier fordert er mehr Mut und Ideen. Gleiches gilt für die Moderation. „Eine gute Moderation muss frech und originell sein, eine schlechte Moderation kann das beste Programm kaputt machen“, so Hofmeir. Ich denke, in jeder Brass Band finden sich witzige Typen, die die Moderation übernehmen könnten. Es muss schließlich auch nicht immer der Dirigent der Moderator sein.“

Ralf Drossner, Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände