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“Vibrato is a device of an artist” (31.05.19)

Tilman Dehnhard gab im DMF-Workshop viele praktische Tipps für das Flötenspiel

Es begann mit einem lockeren Warm-Up, in dem Tilmann Dehnhard erst einmal demonstrierte, was man aus einer Querflöte neben dem klassischen Spiel noch so herausholen kann, und bei dem einen oder anderen Teilnehmer schon mal für große Augen sorgte. Rund 20 Flötenspieler*innen aus verschiedensten Musikvereinen hatten sich eingefunden, um etwas Neues zu lernen.

Die Lernbereitschaft war groß und die 90 Minuten natürlich viel zu kurz, um alles zu vermitteln, denn eigentlich wollten die Teilnehmer gerne zu allen Themen etwas lernen. „Vibrato bringe ich euch nicht bei, das könnt ihr bei eurem Flötenlehrer vor Ort besser lernen. Lasst es euch aber nicht anerziehen! – Vibrato is a device of an artist“. Interessanter waren dann schon die Aspekte des gleichzeitigen Singens und Spielens, Improvisation und BeatBoxing, auf die Dehnhard in seinem Workshop intensiv einging. Man sollte sich einfach jeden Tag 20 Minuten nehmen, die Noten im Koffer lassen und mit seinem Instrument experimentieren. „Fehler vermeiden ist ein Fehler“, so Dehnhard, „wenn man lange genug ausprobiert, wird es immer einfacher, frei ohne Noten zu spielen, so dass der „Notfall-Telemann in Noten“ irgendwann nicht mehr gebraucht wird. Und dann fängt das richtige Musizieren an.“

In seiner frischen und empathischen Art gelang es Tilmann Dehnhard, die Anwesenden zu begeistern, es gab viele positive Resonanzen aus den Reihen der Teilnehmer.

Gemeinsam wurde dann die Technik des Beatboxens intensiv erarbeitet und führte am Ende des Lehrgangs für den Zeitrahmen zu recht guten Ergebnissen. „Daran müsst ihr jetzt einfach weiterarbeiten, es lohnt sich, denn wer viel übt, braucht irgendwann keine Mühe.“

Ralf Drossner, Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände