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Botschafter

Das Deutsche Musikfest (DMF) wird getragen von engagierten Musikerinnen und Musikern, von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, von überzeugten Partnern sowie von kleinen und großen Gästen. Die Botschafter des 6. Deutschen Musikfestes stehen stellvertretend für alle Beteiligten und tragen ihr Wirken in die Bevölkerung.
Sie geben dem Festival ein Gesicht und machen es greifbar. Darüber hinaus unterstreichen die Botschafter die Bedeutung des Amateurmusizierens für die Musiklandschaft in Deutschland und als Grundlage allen musikalischen Schaffens.
Mit ihrem musikalischen Wirken setzen sie zudem Impulse für die Arbeit der Musikvereine.

Achtung: Nur für aktive Musiker. Bitte bringen Sie Ihr Instrument mit.


Flötenworkshop mit Tilmann Dehnhard

Tätigkeit:Workshop
Titel:The New Flute – Moderne Spieltechniken spielerisch kennenlernen
Datum:Fr., 31.05.2019
Workshopzeit:11:00 Uhr bis 12:30 Uhr
Eintritt:5 €
Auftrittsort:Lutherhaus
Anzahl Teilnehmer5 bis 50 Personen

Tiefblech-Workshop mit Andreas Martin Hofmeir

Tätigkeit:Workshop
Titel:Tiefblech-Workshop mit Andreas Martin Hofmeir
Datum:Fr., 31.05.2019
Workshopzeit:14:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Eintritt:5 €
Auftrittsort:Lutherhaus
Anzahl Teilnehmer5 bis 20 Personen

Anmeldung unter:

Tilmann Dehnhard

„Spild ikke Tiden – spil hele tiden“das ist Dänisch und heisst:

„Verschwende keine Zeit – spiele allezeit“.

Mit diesem bezeichnenden Worten möchte ich die Teilnehmer des Deutschen Musikfests 2019 begrüßen. Man kann aus diesem Spruch herauslesen, dass da ein begeisterter Mensch spricht, dem das Spiel sehr wichtig ist. Alle Zeit, die nicht mit Musik gefüllt ist, scheint dem Autor eine Verschwendung.

Das kann ich gut verstehen und es ist in gewissem Sinne auch mein eigenes Lebensmotto. Der moderne Mensch wird auch Homo Ludens genannt: der spielende Mensch. Die Fähigkeit zu spielen zeichnet uns Menschen aus.

Wer musiziert, gibt sich einer besonders menschlichen Tätigkeit hin, die schlau macht und gut für die Gesundheit ist. Sie trainiert uns auf vielfältige Weise und macht dabei auch noch Spaß!

Im Ensemble kommen weitere positive Effekte dazu: Wann immer Menschen miteinander musizieren, entsteht aus vielen Einzelstimmen ein Zusammenklang. Für eine Weile tritt das Smartphone, der Computer, der Job in den Hintergrund und es wird ein Klang geschaffen, der genau in diesem Moment erklingt und von allen gehört wird. Das hat einen ganz besonderen Wert und es lohnt sich, diese Kultur zu unterstützen und lebendig zu halten. Viele, viele Menschen musizieren regelmäßig miteinander und das ist gut so. Es ist mir eine Ehre, für dieses große Treffen der Amateurensembles als Botschafter zur Verfügung zu stehen. Ich bin gespannt auf die vielen Ensembles und ihre Musik und freue mich auf interessante menschliche und musikalische Begegnungen.

Ihr
Tilmann Dehnhard

Tilmann DehnhardZur Biografie
Tilmann Dehnhard studierte Querflöte und Saxophon an der UdK Berlin, Filmmusikkomposition an der HFF Babelsberg; internationale Konzert- und Unterrichtstätigkeit; CD-Produktionen und Konzerte mit Sam Rivers, Steve Lacey, Evan Parker, Alexander v. Schlippenbach, Till Brönner, Julia Hülsmann und anderen. Gastprofessur an der „Pontificia Universidad Javeriana“ Bogota, Kolumbien; Gastdozent des DAAD; Autor von „The New Flute“, „Jazz Studies für Flöte“, „FluteBeatboxing“, Universal Edition; Lehrauftrag Jazzflöte am Jazz Institut Berlin (UdK), Dozent für Filmmusik an der HdPK Berlin.www.dehnhard.com

Andreas Martin Hofmeir

Liebe Freunde der Blasmusik,
beim Besuch eines Trachtenumzugs vor schlappen 33 Jahren beschloss ich, grosser Trommler in der Stadtkapelle Geisenfeld in der Holledau zu werden. Dieses Instrument faszinierte mich: Gross, laut, übetechnisch äusserst überschaubar da nur ein einziger Ton, aber stets bestimmend und verantwortlich für den Anfang und das Ende eines jeden Stückes. Beeindruckend, wenn am Ende eines Feldschritts 50 Mann, aufgeschreckt durch drei kurze Schläge des Oberhaupts, ohne zu diskutieren ihre Bierbecher wegschmeissen und die Instrumente hochreissen. Von dieser Macht können so manche Dirigenten nur träumen.Leider, wie Sie ja wahrscheinlich wissen, wurde aber aus diesen meinen Zukunftsplänen nichts. Aufgrund akuten Tubamangels wurde ich zwangsumgeschult, was sich ziemlich negativ auf meinen Übe-Nutzen-Koeffizienten ausgewirkt hat. Anfangs versuchte ich es zwar auch noch ohne Üben, aber beim ersten Besuch der Internationalen Sommerakademie des MON in Marktoberdorf musste ich schmerzlich feststellen, dass ich mit dieser Taktik in der symphonischen Blasmusik nicht mehr gut fuhr. Der damalige Registerdozent legte mir sogar nahe, das mit der Tuba doch einfach komplett bleiben zu lassen, da er noch nie so etwas schreckliches gehört habe.

Also fing ich notgedrungen an zu üben, und am Ende ist sogar was dabei herausgekommen. Im Grunde kann ich wahrheitsgemäß behaupten, daß die Symphonische Blasmusik schuld an meiner Karriere ist. Und deshalb freut es mich besonders, in diesem Jahr Botschafter dafür zu sein.

Für mich, der vom Land kommt, war diese Musik der Schlüssel zur Symphonik, der Eintritt in eine neue Welt mit einer Klangsprache, die in ihrer Vielfältigkeit und Tiefe mich nachhaltig berührt, verstört, aufgewühlt und beseelt hat. Sie hat mir die Augen geöffnet für die Möglichkeiten des Orchesters, für das Vergnügen, mit anderen gemeinsam an die Grenzen der eigenen Fähigkeiten zu gehen und sich daran zu berauschen. Zusammen etwas schweres schaffen, das schweisst zusammen und bringt uns weiter. Ich wünsche und hoffe, dass in Zukunft noch viele viele Musikerkollegen dieses Privileg erfahren dürfen.

Wir Blasmusiker sind diejenigen, die die hohe Kunst der symphonischen Musik in jeden Winkel der Republik tragen können. Damit leisten wir unseren unverzichtbaren Beitrag für eine bessere Welt! Überdies ist das Blasorchester ein Ort, in dem Geselligkeit und Humor stets grossgeschrieben werden. Auch wenn ich aus der Holledau komme, wo man eigentlich nur innerlich lacht, so möchte ich behaupten: Gemeinsames Lachen und Feiern öffnet die Herzen und macht uns umso empfänglicher für die Reize der Musik. Ernste Kunst und Humor, das wissen wir nicht erst seit Loriot, sind nicht unvereinbar. Nein, im Gegenteil: Sie werten sich gegenseitig auf! In diesem Sinne wünsche ich allen Bläsern und sogar Schlagzeugern in Deutschland viel Freude an der Musik und ein grossartiges Musikfest 2019!

Ihr
Andreas Martin Hofmeir

Andreas Martin HofmeirZur Biografie
Andreas Martin Hofmeir, einer der besten und vielseitigsten Instrumentalisten der Gegenwart, ist ein Grenzgänger zwischen den Genres: Er ist Professor an der Universität Mozarteum Salzburg, war Gründungsmitglied der bayerischen Kult-Band LaBrassBanda und erhielt sowohl als Kabarettist als auch als klassischer Tubist zahlreiche Preise.
Er tritt als Autor und Showmaster in Erscheinung, ist gefragter Solist und Kammermusiker und gibt weltweit Meisterkurse und Workshops. 2013 wurde er als erster Tubist mit dem ECHO Klassik als „Instrumentalist des Jahres“ ausgezeichnet. Hofmeirs Spezialität sind außergewöhnliche Crossoverprogramme, in denen er Klassik, Jazz und Kabarett vereint.www.andreas-martin-hofmeir.com